Samstag, Mai 27, 2006

Jugendliche selbst verantwortlich für Bildungschancen

Phoenix (10.4.06 11:43)
Früher gab es doch mal eine Zeit, in der der Staat nicht für die Chancen von Jugendlichen verantwortlich war, sondern, ähm, die Jugendlichen?

Ist da was verkehrt dran? Ansonsten gibt es noch Gymnasien, Universitäten, Fachhochschulen, Berufsakademien, Bibliotheken, Fern-Unis, Bücher-Flohmärkte, Gewerkschaften, Hilfsorganisationen und dreitausend andere Institutionen.

Wer in diesem Land keine Chance hat, ist mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit selbst dran schuld. Bibliotheken kosten fast nichts, Studium ist noch gratis, die meisten Gewerkschaften bieten tausenderlei Bildungsforen an und ein paar ältere aber gute Grundlagenbücher findet man ab einem Euro bei ebay.

Wer darauf wartet, daß die Bundesregierung persönlich den Hauslehrer spielt oder gar der deutsche Steuerzahler jedem Neuköllner Gang-Idioten 60 Jahre den Kühlschrank füllt, hat leider Pech gehabt.

"Der Staat" sorgt zuerst für die Einhaltung der Gesetze, die Freiheit des Einzelnen vor Gewalt und Unterdrückung, danach für Chancengleichheit und zuletzt für Bestrafung von Tätern und deren Entfernung aus der Allgemeinheit. Für Prügeln wird hier niemand belohnt, außer mit einem vergitterten Schlafzimmer oder einem Freiflug ohne Rückkehr in die Heimat.

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